SOYUZ TMA-16: PLATZWECHSEL AN DER RAUMSTATION

Am letzten Donnerstag koppelte das Raumschiff Soyuz TMA-16 von seinem bisherigen Andockstutzen am hinteren Ende des Zvezda-Moduls der Internationalen Raumstation ab und erreichte nach kurzen Flug seinen neuen permanenten Aufenthaltsort, den Kopplungsadapter des russischen Poisk-Moduls.

Die gesamte Operation wurde durch den russischen Kosmonauten und Kommandanten der Soyuz, Maxim Suraev manuell ausgeführt. Da die russischen Raumschiffe während ihres Aufenthaltes an der Station auch die Funktion der Rettungskapseln übernehmen, befand sich ISS-Kommandant Jeffrey Williams, während der Aktion ebenfalls mit an Bord. Er war gemeinsam mit Suraev im letzten Herbst mit der Soyuz TMA-16 zur Raumstation geflogen und unterstützte seinen russischen Kollegen nun bei dem Manöver, dass so den Kopplungsstutzen des Zvezda-Moduls für das nächste anfliegende Progress-Raumschiff frei gemacht hat. Der unbemannte Raumfrachter Progress M-04M soll am 3. Februar von Baikonur aus zur Station aufbrechen und zwei Tage später den Orbitalkomplex erreichen.

Die restlichen drei Besatzungsmitglieder der Expedition-22-Langzeitmannschaft, der Russe Oleg Kotov, der Japaner Soichi Noguchi und der US-Astronaut Timothey, beobachteten den21-minütigem Ortswechsels von Soyuz TMA-16 vom Inneren der ISS aus, da ihr Transportraumschiff Soyuz TMA-17 auch weiterhin am Zarya-Modul angedockt bleibt und daher nicht bewegt wurde.

Das „Umdocken“ begann um 11.03 Uhr MEZ und endete um 11.24 Uhr mit dem erstmaligen Anlegen eines Raumschiffs am Poisk-Modul, dessen Kopplungsstutzen in der Standardkonfiguration von der Erde abgewand ist.

Die gesamte Aktion ermöglichte zusätzlich auch eine am Sonntag durchgeführte Zündung der Zvezda-Triebwerke zum Anheben der Umlaufbahn der gesamten Raumstation, die nicht möglich gewesen wäre, solange dort ein Raumfahrzeug angekoppelt ist.

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On Thursday, Jan. 21. Soyuz TMA-16 crew vehicle was redocked from Zvezda instrumentation compartment to Poisk docking port.

The operation was carried out manually by Soyuz commander Maxim Suraev. Russian crew vehicles also serve as safe haven for the station crews, that is why ISS commander Jeffrey Williams also was in the Soyuz helping Suraev.

Three other crew members- Russian Oleg Kotov, Japanese Soichi Noguchi and US Timothy Creamer- were in the station during redocking.

Soyuz TMA-16 autonomous mission lasted 21 minutes. Contact of the vehicle with the station occurred at 1:24 pm.

The operation will be followed by the ISS reboost assisted by Zvezda engines, which is planned on Jan. 24. Test burns of the Zvezda thrusters will be performed tomorrow, on Jan. 22.

The docking port on the instrumentation compartment is to be occupied by the Progress M-04M cargo vehicle, which is scheduled for launch from Baikonur on Feb. 3.

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source: Roscosmos

photo credit: NASA

video: NASAtelevison/ YouTube

für weitere Informationen : for further informations

www.raumfahrtzeitung.de

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