STS-131 DISCOVERY – PROBLEMLÖSUNGEN

KEIN VIERTER AUSSENBORDEINSATZ ERFORDERLICH

LEONARDO VERLADUNG VERZÖGERT SICH

Die Verantwortlichen der NASA-Bodenkontrolle in Houston sind letzte Nacht übereingekommen, dass keine Erforderniss besteht, einen vierten Außenbordeinsatz zur derzeit laufenden Shuttle-Mission STS-131 hinzu zu fügen, um einen Stickstofftank auszutauschen, an dem seit dem letzten Ausseneinsatz ein klemmendes Ventil Probleme bereitet.  Wie die Untersuchungen der zuständigen Bodenteams dazu ergeben haben, kann die Raumstation offensichtlich noch einen gewissen Zeitraum im bestehenden Zustand betrieben werden, ohne dass sich dies negativ auswirken dürfte. Man arbeitet weiter fieberhaft an einer Lösung des Problems, beschäftigt sich aber gleichzeitig auch mit den Optionen für einen Austausch des Tanks, sollte sich dies doch nicht vermeiden lassen.

Die Besatzung wurde kurz nach dem Wecken am Donnerstag über die entsprechende Entscheidung der Bodenkontrolle informiert.

Das betroffene Ventil befindet sich in einem Stickstoffkreislauf, der dazu dient, den bei den drei Ausseneinsätzen der Mission installierten neuen Ammoniaktank unter Druck zu setzen. Erst dadurch kann die Kühlflüssigkeit in den Leitungen der Kühlflächen zirkulieren. Die großen Radiatoren der ISS geben die beim Betrieb der elektrischen Systeme des Orbitalkomplexes  enstehenden nicht unerheblichen Wärmemengen wieder in den Weltraum ab.

Auch am Verbindungsmechanismus zwischen dem Leonardo-Frachtmodul und dem Gegenstück am Stations-Knoten Harmony sind zwischenzeitlich Schwierigkeiten aufgetaucht, die dazu führten, dass das Abkoppeln des Logistikmoduls und sein Verladen in der Nutzlastbucht der Discovery verschoben werden mussten.

Auch hier arbeiten die Teams am Boden daran, das Problem schnellstmöglich in Griff zu bekommen. Eines der vier am Verbindungsring zum Einsatz kommenden Steuerpaneele arbeitet scheinbar nicht wie vorgesehen. Bis dies nicht behoben ist, kann das Modul nicht zum Laderraum des Shuttle bewegt werden.

Zwischenzeitlich hat man die elektrischen Verbindungen zu den fraglichen Bauteilen des Verbindungsmechanismus überprüft und arbeitet an Ablaufprozeduren, um Leonardo von der Station entfernen zu können, sofern nicht noch weitere Fehler auftreten. Der genaue Beginn einer deratigen Aktion steht jedoch noch nicht fest. Anschließend kann das Logistikmodul per Roboterarm im Bauch der Raumfähre für die Rückkehr zur Erde verstaut werden.

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Overnight International Space Station and Space Shuttle mission managers agreed there is no need for a fourth spacewalk to replace the nitrogen tank assembly that has a jammed valve. Station ground teams have determined the station can operate for an extended period of time in the current configuration. The team is continuing to troubleshoot the stuck valve and is looking at options for future replacement of the nitrogen tank assembly should that be necessary.

Discovery’s crew was told about the decision on space-to-ground communications shortly after wake up at 12:21 a.m. EDT.
The stuck valve is in a nitrogen tank assembly needed to pressurize a new ammonia tank installed on the station during this mission’s three spacewalks. It keeps ammonia circulating through radiators that dissipate the heat generated by the station’s electronic systems.

The operation to move the Leonardo Multi-Purpose Logistics Module (MPLM) from the International Space Station back to space shuttle Discovery’s cargo bay for return to Earth has been delayed due to a problem with the mechanism that holds the MPLM in place.

Teams have verified the electrical connections with the Leonardo Multi-Purpose Logistics Module’s (MPLM ) common berthing mechanism’s panel assemblies. They are working on procedures for demating the module from the station if there are no further technical issues. The time of the operation is to be determined. The MPLM then would robotically be moved into Discovery’s cargo bay for its return to Earth.

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source: NASA
photo credit: NASA
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www.raumfahrtzeitung.de
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