INTERNATIONALE RAUMSTATION – REPARATUREINSÄTZE VERSCHOBEN

Das NASA-Management der Internationalen Raumstation hat inzwischen beschlossen, die beiden zur Reparatur von defekten Komponenten des stationseigenen Kühlsystems erforderlichen Außenbordeinsätze auf  Samstag und Mittwoch zu verschieben.

Der erste Weltraumeinsatz soll nunmehr offiziell am Samstag um 12.55 Uhr MESZ beginnen. Am Mittwoch nächster Woche folgt dann der zweite Ausstieg, um den Austausch des Moduls mit der betroffenen Amoniak-Pumpe abzuschließen.

Derweil haben die verschiedenen zur Lösungsfindung gebildeten Teams aus Flugkontrolleuren, Ingenieuren, Außenbordexperten und Fachleuten für robotische Arbeiten entscheidende Fortschritte bei der Vorbereitung der erforderlichen Arbeiten im freien All gemacht. Auf Grund der Komplexität des Sachverhaltes benötigen sie jedoch einen weiteren Tag, um die Präparationen in allen Details abschließen zu können.

Die damit gewonnene Zeit erlaubt es außerdem, die von der Bodenkontrolle ausgearbeiteten Arbeitsabläufe gegen Ende des Tages zur Raumstation zu übermitteln. So erhält die Besatzung im Sinne einer optimalen Vorbereitung gleichzeitig die Möglichkeit, sich einen ganzen Tag lang ausführlich mit den Plänen vertraut zu machen. Gleichzeitig wurde der zweite Außeneinsatz auf Mittwoch geschoben, damit sich die Crew nach den Belastungen der stundenlangen Arbeiten im Raumanzug ausreichend erholen und sich auf die Aufgaben des zweiten Tages erneut in Ruhe vorbereiten kann.

Während des ersten Einsatzes soll das defekte Pumpenmodul ausgebaut und durch ein neues ersetzt werden. Die von und zur Pumpe führenden Ammoniakkühlleitungen will man dann beim zweiten Ausstieg am Mittwoch wieder funktionsfähig angeschließen.

Die geplanten Aktivitäten dürften für die Astronauten insgesamt eine ziemlich herausfordernde Aufgabe darstellen. Da man die Ammoniakleitungen während der Arbeiten nicht entleeren kann und sie damit permanent unter normalen Druck stehen, werden sie relativ unfexibel und von daher schwer beweglich sein. In die Zeitpläne der vorgesehenen extravehikulären Einsatze (EVA´s) sind zusätzlich eine Reihe von Leerzeiten eingebaut, um sicherzustellen, dass am Ende jedes Ausstieges genügend Zeit für eventuell erforderliche Dekontaminationsmaßnahmen zu Verfügung steht, sollten die Astronauten während der Reparaturen mit dem Kühlmittel in Berührung kommen.

Auf der ISS stehen zur Zeit gleich vier Ersatzpumpen des betreffenden Typ für eventuell notwendige Reparaturzwecke zur Verfügung. Sie waren im Verlauf von mehreren Shuttle-Flügen zur Station transportiert und an verschiedenen Stellen im Außenbereich des Orbitalkomplexes auf speziellen Lagerplattformen verstaut worden. Da über die relativ lange Lebenszeit der Raumstation unter extremstenen Umweltbedingungen immer wieder mit dem Ausfall von mechanischen und technischen Komponenten gerechnet werden muss, befinden sich inzwischen sehr viele entsprechende Ersatzteile auf derartigen Plattformen, um in Fällen, wie jetzt eingetreten, sofort zum Austausch bereit zu stehen. Nach Außerdienststellung der Shuttle-Flotte im nächsten Jahr, können deratige technische Ersatzgeräte nach Erfordernis weiterhin mit dem japanischen Raumtransporter HTV (H-II Transver Vehicle) und später auch mit kommerziellen Raumfrachtern zur ISS befördert werden.

Die Astronauten Doug Wheelock und Tracy Caldwell-Dyson, die die Arbeiten ab Samstag im All ausführen sollen, sowie Bordingenieurein Shannon Walker wurden während extra einberufener Konferenzschaltungen in den letzten Tagen  von der Bodenkontrolle fortwährend über die angedachten Prozeduren informiert und die Vorgehensweisen mit ihnen abgestimmt.

Zur exakten Vorbereitung der gesamten Operation probten die Astronauten Robert Satcher Jr. und Rick Sturckow am vergangenen Mittwoch in einem riesigen Spezialbecken im Johnson Space Center, dem Neutral Buoyancy Laboratory (NBL) unter Wasser die vorgesehenen Arbeitsschritte am 1:1-Modell der Raumstation. Am Montagnachmittag waren bereits die Astronauten Cady Coleman und Suni Williams „abgetaucht“, um enstprechende Tests im NBL durchzuführen.

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NASA International Space Station managers have delayed two spacewalks to replace a faulty cooling system component to Saturday and Wednesday.

Saturday’s spacewalk now is officially scheduled to begin at 6:55 a.m. EDT, and will be followed by a second spacewalk Wednesday to complete replacement of the ammonia pump module that failed last Saturday.

Teams of flight controllers, engineers, and spacewalk and robotics experts have made significant progress in preparing for the spacewalk, but need an additional day to finish working out all the details.

The additional time to prepare for the first spacewalk allows for the final procedures to be uplinked late today and gives the station crew one full day to review the plans that have been developed by Mission Control. Managers also moved the second spacewalk to Wednesday to give the crew additional time to rest and prepare.

During the first spacewalk the pump module will be removed and replaced. The crew will complete connecting fluid ammonia lines to the replacement pump during the second excursion Wednesday.

The spacewalks are challenging because the crew will be handling ammonia lines at full operating pressure, which makes the lines stiff during reconnection and mating. The timeline for the spacewalk will require numerous “off ramps” to ensure there is enough time to complete decontamination procedures if the crew comes in contact with ammonia.

NASA managers have stored spare pumps on the station for just this purpose, because hardware will periodically need to be replaced throughout the station’s lifetime. There are four replacement pumps on the station, delivered during previous space shuttle missions. These spares are attached to storage platforms at various locations on the station’s structure. Both the Japan Aerospace Exploration Agency’s H-II Transfer Vehicle and future commercial resupply craft will be able to deliver additional spare parts as needed.

Aboard the station, Wheelock, Caldwell Dyson and Flight Engineer Shannon Walker participated in conferences with Mission Control to review spacewalk procedures.

On Wednesday, fellow astronauts Robert Satcher Jr. and Rick Sturckow were underwater, practicing the spacewalking tasks in the Johnson Space Center’s Neutral Buoyancy Laboratory (NBL). Astronauts Cady Coleman and Suni Williams spent Monday afternoon in the NBL helping to prepare for the spacewalks as well.

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source: NASA
photo credit: NASA
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www.raumfahrtzeitung.de
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