STS-133 DISCOVERY – NEUES LECK – KEIN START VOR DEM 30. NOVEMBER

Das NASA-Management hat den nächsten Startversuch für die Mission STS-133 der Raumfähre Discovery auf frühestens 30. November, 10.05 Uhr MEZ verschoben.

Am Freitag waren die Startvorbereitungen abgebrochen worden, nachdem beim Betanken des riesigen externen Tankes der Discovery ein Leck an einer Verbindungsvorrichtung (NASA-Terminologie: Ground Umbilical Carrier Plate – GUCP) aufgetreten war, mittels der gasförmiger Wasserstoff auf sicherem Wege über eine angeschlossene 17-Inch-Leitung vom Wasserstofftank abgeleitet wird, um in sicherer Entfernung abgefackelt zu werden.

Mit der der GUCP gab es bereits bei den Starts der Missionen STS-119 und STS-127 Schwierigkeiten. In diesem neuen Fall war jedoch die Leckrate in der Spitze höher und trat zu einem anderem Zeitpunkt im Verlauf des Betankungsvorganges auf. Daher bezeichnete Shuttle Startdirektor Mike Leinbach das Leck auch als „siknifikant“, ein Umstand, der die Verantwortlichen veranlasste, den Start gegen 13.11 Uhr MEZ am Freitag abzusagen.

Anschließend wurde der Tank entleert und 20 Stunden lang von im Tank befinlichen Treibstoffrückständen befreit, so dass sicher die zuständigen Techniker im Verlauf des Samstags der Verbindungsplatte sicher näheren können. Die GUCP soll dann direkt vor Ort auf der Startrampe 39A entfernt und anschließend gründlich auf vorhandene Ursachen für die Fehlfunktion untersucht werden.

Darüber hinaus bildete sich während des Einfüllens der superkalten Flüssigtreibstoffe ein Riss (Foto unten) in der Schaumstoffisolierung des Außentanks, dem die Missionsmanager zusätzliche intensive Beachtung widmen müssen. Auf Grund der großen Temperaturunterschiede, die auftreten, wenn die Treibstoffe mit der Außenhaut des Tanks in Berührungung kommen, dehnt sich dieser aus oder zieht sich zusammen, je nachdem, ob er befüllt oder entleert wird. Die dabei auftretenden Kontraktion des Materials können ihrerseits Risse im äußeren Dämmmaterial verursachen. Diese Vorgänge dürfen jedoch bestimmte Größenordnungen nicht überschreiten, da der Dämmstoff sonst während der extremen physischen Belastungen beim Start unkontrolliert abplatzen kann. Die Columbia-Katastrophe von 20o3 wurde beispielsweise durch sich derat lösende Schaumstoffteile verursacht. Die Verantwortlichen der amerikanischen Raumfahrtbehörde werden den Riss in den nächsten Tagen daher eingehend analysieren und festlegen, ob Sicherungsmaßnahmen ergriffen werden müssen.

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NASA managers have decided to postpone the next launch attempt for space shuttle Discovery to no earlier than Nov. 30 at 4:05 a.m. EST.

At 8:11 a.m., launch was scrubbed because of a hydrogen gas leak at the Ground Umbilical Carrier Plate, or GUCP, an attachment point between the external tank and a 17-inch pipe that carries gaseous hydrogen safely away from Discovery to the flare stack, where it is burned off.

Shuttle launch director Mike Leinbach characterized the leak as “significant,” similar to what was seen on STS-119 and STS-127, although today’s rate was higher in magnitude and occurred earlier in the fueling process.

The external tank was being drained and inerted for about 20 hours before it is safe for technicians to look at the GUCP on Saturday. Technicians will retrieve the ground umbilical carrier plate at Launch Pad 39A and begin a close look at it over the weekend.

Mission managers also will look closely at a crack (image above) in the external tank foam that developed as supercold liquid hydrogen and liquid oxygen were being drained from the tank. The 15-story tall, orange external tank shrinks and expands as its temperature changes from the effects of the propellants. That change can cause the foam insulation on the outside of it to crack. The crack did not develop until after the launch attempt was called off. However the team will analyze the crack carefully.

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source: NASA
photo credit: NASA
für weitere Informationen : for further informations
www.raumfahrtzeitung.de


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