STS-133 DISCOVERY – NEUES VON DER RAMPE – REPARATUREN

An der Startrampe 39 A des Kennedy Space Center fanden nach der Startverschiebung für die Mission STS-133 in der vergangenen Woche verschiedene Reparaturarbeiten und vorbereitende Untersuchungen am externen Treibstofftank der Raumfähre Discovery statt. So wurde zuerst die komplette Verbindungseinheit (Ground Umbilical Carrier Assembly – GUCA) entfernt, an der am 5. November während des Betankungsvorgang zum ursprünglich geplanten Start Undichtigkeiten auftraten und die letztendlich den Grund für die Absage des Starts durch die NASA lieferten.

Die Einheit besteht im Wesentlichen aus einer großen Schnellverbindungsmuffe mit 7 Inch Durchmesser, der sogenannten Flugdichtung und der zugehöhrigen Anschlussgrundplatte, auch Ground Umbilical Carrier Plate (GUCP) genannt. Über diese Vorrichtung werden jene Treibstoffgase abgeführt, die während des Befüllens des Tanks mit Flüssigsauerstoff und Flüssigwasserstoff enstehen, um sie dann in sicherer Entfernung von der Startrampe abgefackeln zu können.

Ersten Analysen zufolge, deuteten Unregelmäßigkeiten an Schnellverbinder und Flugdichtung daraufhin, dass eine leichte Abweichung von der erforderlichen exakten Konzentrität des Anschlusses zu den Undichtigkeiten geführt haben könnte.

Am Freitag installierten Techniker vor Ort dann eine neue GUCP-Grundplatte. Die Flugdichtung und die Schnellverbindungseinheit sollen jedoch erst am Montag nach zusätzlichen Messungen und der Auswertung daraus gewonnener Daten erfolgen, die sicherstellen sollen, dass man die neue Verbindung mit der höchstmöglichen Exaktheit in Bezug auf die Ausrichtung der Bauteile zueinander herstellen kann.

Parallel befassen sich die Ingenieure weiterhin mit dem Problem der nach dem Startabbruch festgestellten Rissbildungen in Bereichen der Außenhautkonstruktion des externen Treibstofftanks.

Dazu wurden von Technikern auf der Rampe jene Schaumstoffteile der äußeren Dammung des Tankes entfernt, in deren Umgebung sich der erste Riss gezeigt hatte, nachdem der Tank am 5. November im Verlauf des Countdowns befüllt worden war. Unter dem Dämmmaterial liegt an dieser Stelle eine der profilierten Aluminiumrippen, die dort zur statischen Verstärkung des Abschnittes zwischen Sauerstoff- und Wasserstofftank -der sogenannten Intertanksektion- angebracht sind. Die entsprechende Rippe weist gleich zwei Rissbildungen im Metall auf, die jeweils fast 23 Zentimeter lang sind. Nachdem auch die angrenzten Bereiche vom Schaumstoff befreit wurden, tauchte an der benachbarten Profilkonstruktion ein weiterer etwa sieben Zentimeter langer Riss auf. Laut NASA ein nicht unerwarteter Umstand, da durch das beidseitige Versagen der ersten Rippe zusätzliche Lasten beim Betanken auf dieses Profil übertragen wurden.

Man wird nun mit Hilfe existierender mathematischer Modelle versuchen, die Lasteintragung in diesem Bereich des Treibstoffbehälters genauer zu analysieren, bevor man die notwendigen Reperaturen in Angriff nehmen kann. Diese sollen nach bisherigen Planungen weiterhin direkt auf der Rampe ausgeführt werden. Dazu müssten jedoch zuvor weitere Metallprofile zur Verstärkung über den gebrochenen Segmenten aufgedoppelt werden, die dann ihrerseits mit neu aufgeschäumten Dämmmaterial überarbeitet würden.

* * *

Over the weekend at Launch Pad 39A at NASA’s Kennedy Space Center in Florida, technicians will take additional measurements to ensure the best possible alignment of the newly installed ground umbilical carrier plate (GUCP) on space shuttle Discovery’s external fuel tank. Teams will evaluate data and now expect to begin installing the flight seal and quick disconnects on Monday, Nov. 15.

At NASA’s Kennedy Space Center, teams  installied space shuttle Discovery’s new ground umbilical carrier plate, or GUCP, Friday morning.

Over the last week, crews removed space shuttle Discovery’s ground umbilical carrier assembly, or GUCA, which includes the flight seal, the 7-inch quick disconnect, or QD and the carrier plate, known as the GUCP.
Teams performed an initial inspection of the flight seal and quick disconnect prior to sending them to labs for a thorough inspection. Data collected from the initial inspections have been evaluated by the investigation team. Engineering saw some areas of interest that are being further evaluated.

Also, technicians trimmed the foam insulation around the area where two cracks were found on Discovery’s external fuel tank metal exterior to inspect the surrounding areas. The cracks were found on the stringer after removing foam that cracked during initial loading operations for the STS-133 launch attempt on Nov. 5.

Engineers discussed the upcoming work to repair cracks in Discovery’s external tank intertank section. During foam removal and inspection of adjacent stringers to one with two 9-inch cracks, technicians identified an approximately 3-inch crack on the left-hand adjacent stringer. This was not an unexpected result since the load was most likely transferred to the adjacent stringer when both sides of the original stringer cracked during tanking operations for Discovery’s scrubbed launch attempt on Nov. 5. Teams will build and use existing structural math models to understand the loading at the interface. Stringers are aluminum support strips on the outside of the external tank that form the section between the inside liquid oxygen tank and the liquid hydrogen tanks.

Crews have repaired similar cracks during external tank production by installing a second piece of aluminum for reinforcement on top of the cracked area before replacing the foam insulation. This piece frequently is referred to as a „doubler.“ The repair plan being put into effect is a known one consisting of cutting out the cracked section and replacing it with an available piece that matches its size. A doubler will be inserted before the mounting rivets to complete the repair.

* * *

source: NASA
photo credit: NASA / KSC Media Gallery
für weitere Informationen : for further informations
www.raumfahrtzeitung.de


Advertisements
Kommentare sind geschlossen.
%d Bloggern gefällt das: