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SOYUZ TMA18 – RÜCKKEHR ZUR ERDE BEIM ZWEITEN ANLAUF

Nachdem die Landung von Soyuz TMA-18 am Freitag auf Grund eines Problems mit dem Kopplungsmechanismus des Poisk-Moduls noch abgesagt werden musste, gelang das Abdocken von der Internationalen Raumstation 24 Stunden später ohne Probleme. Die Verbindungsbolzen, die tagszuvor wegen falscher Sensordaten nicht ausgelöst hatten, gaben das Soyuz-Raumschiff für seine Trennung von der Station um 04:02 Uhr MESZ wie geplant frei, so dass es seinen Rückflug zur Erde beginnen konnte.

Die ehemaligen Expedition-24-Besatzungsmitglieder Alexander Skvortsov, Mikhail Kornienko und Tracy Caldwell-Dyson landeten anschließend um 07.23 Uhr MESZ nahe der Stadt Arkalyk, in der kasachischen Steppe.
Für die drei Raumfahrer ging damit ein sechsmonatiger Aufenthalt an Bord des Orbitalkomplexes erfolgreich zu Ende.

Die russischen Bergungskräfte hatten den Landeort sehr schnell erreicht und gesichert, um den Crewmitgliedern nach 176 Tagen im All zügig aus der engen Landekapselnhelfen zu können.
Die beiden russischen Kosmonauten werden später ins Gagarin-Kosmonautentrainingszentrum des Sternenstädtchens bei Moskau zurückkehren, während ihre amerikanische Kollegin den Rückflug nach Houston (Texas) antritt.

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Expedition 24 Commander Alexander Skvortsov and Flight Engineers Tracy Caldwell Dyson and Mikhail Kornienko landed their Soyuz TMA-18 spacecraft in Kazakhstan on Saturday, Sept. 25, wrapping up a six-month stay aboard the International Space Station.

Skvortsov was at the controls of the spacecraft as it undocked at 10:02 p.m. EDT Friday from the Poisk docking port on the station’s Zvezda module, a day later than planned because of a Poisk-side hatch sensor problem Thursday night. That problem prevented hooks on the Poisk side of the docking interface from opening, resulting in a one-day landing delay.

Following undocking and a normal descent, the crew landed at 1:23 a.m. near Arkalyk, Kazakhstan, as the station orbited 220 miles above over the Pacific Ocean off the coast of Japan.

Russian recovery teams were on hand to help the crew exit the Soyuz vehicle and adjust to gravity after 176 days in space. Skvortsov and Kornienko will return to the Gagarin Cosmonaut Training Center in Star City, outside of Moscow. Caldwell Dyson will return to Houston aboard a NASA plane.

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source: NASA
photo credit: NASA / Bill Ingalls
video source: NASAtelevision / YouTube
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SOYUZ TMA-18 – LANDUNG UM EINEN TAG VERSCHOBEN

Nachdem am Freitag der erste Versuch abgebrochen werden musste, Soyuz TMA-18 von der Internationalen Raumstation abzukoppeln, werden Expedition-24-Kommandant Alexander Skvortsov und seine Kollegen Tracy Caldwell-Dyson und Michael Kornienko am Samstag den nächsten Versuch Unternehmen, die Station zu verlassen und anschließend zur Erde zurückzukehren.

Beim ersten Anlauf hatten die Flugkontrolleure in Moskau kein Signal zur Bestätigung erhalten, dass die Luke des Poisk-Moduls ordnungsgemäß geschlossen ist, obwohl offensichtlich alle Dichteprüfungen positiv ausgefallen waren.

Zur Sicherheit der Besatzung entschloss man sich, das Abkoppeln auszusetzen und den Fehler zu suchen. Die Soyuz-Besatzung übernachtete daher noch einmal in der Raumstation und Expedition-25-Kollege Fyodor Yurchikhin (Foto) begann mit der Fehlersuche. Er fand zwar ein kleines beschädigtes Zahnrad im Kopplungsmechanismus, ob dies jedoch überhaupt mit dem Sachverhalt in Zusammenhang gebracht werden kann, ist noch fraglich.

Zur Lösung des Problem installierte er eine Kabelüberbrückung, so dass die Verrieglungen am Poisk-Modul geöffnet werden konnten und die Soyuz gegen 04:00 Uhr MESZ am Samstag von der ISS abkoppeln kann, nachdem die mechanischen Verbindungen auf Raumschiffseite den Befehl zum Öffnen erhalten.

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Expedition 24 Commander Alexander Skvortsov and Flight Engineers Tracy Caldwell Dyson and Mikhail Kornienko will re-enter the Soyuz TMA-18 spacecraft for a second undocking attempt at 10:02 p.m. EDT. The first undocking attempt Thursday was delayed after hooks failed to open and mission controllers in Moscow had not received the expected “hatch locked” signal from the Poisk module.

Though leak checks between the station and the Soyuz were good, commands to open hooks between the station and the Soyuz were not received. After waiting two orbits past the original undocking time, the departing crew members exited the Soyuz vehicle and spent the night in the International Space Station. The crew will wake up at 2 p.m. to begin its day and prepare for undocking.

Expedition 25 Flight Engineer Fyodor Yurchikhin (image) encountered some resistance Thursday night when closing the Poisk module hatch. He began troubleshooting the hatch when commands to open the hooks on the Poisk docking interface were not received. He discovered a loose star-shaped sprocket with two broken teeth behind the hatch cover.

To re-initiate the “hatch locked” signal, Yurchikhin installed jumper cables to bypass a component in the docking mechanism. This allowed the hooks on Poisk to be opened overnight which will allow the Soyuz TMA-18 to undock when hooks on the Soyuz are commanded open.

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source: NASA
photo credit: NASA TV
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PROGRESS M-07M – NEUES FRACHTPAKET ERREICHT RAUMSTATION

Am Sonntagmittag hat bereits das 39. Expemplar der schier unverwüstlichen russischen Flotte von Proress-Versorgungsraumschiffen die Internationale Raumstation erreicht. Progress M-07 M dockte nach einer Umrundung der Station pünktlich um 13.58 Uhr MESZ vollautomatisch am hinteren Kopplungsstutzen des Zvezda-Moduls an. Der Raumfrachter hat 2.5 Tonnen Ladung unterschiedlichster Art für den Orbitalkomplex an Bord. Darunter befinden sich Treibstoffe, Wasser, Sauerstoff, persönliche Pakete für die Besatzung, wissenschaftliche Geräte und einige russische biotechnische Experimente.

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Today, on September 12, Russian cargo vehicle Progress M-07M successfully docked with the International Space Station.
ISS/Progress contact occurred at 15:58 Moscow time. The vehicle is now attached to Zvezda instrumentation compartment.
Progress M-07M delivered about 2.5 t of cargo to the station, including propellant, food and water, personal crew parcels, scientific hardware for many Russian biotechnological experiments.

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source: ROSCOSMOS
photo credit: Roscosmos/ NASA TV
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PROGRESS M-07M HEBT AB

Nach einer 48-stündigen, wetterbedingten Startverschiebung hob das unbemannte Transportraumschiff Progress M-07M am Freitag, wie vorgesehen, um 12.22 Uhr MESZ vom Startkommlex 1 des Weltraumbahnhofs Baikonur ab. Der russische Raumfrachter ist nach Erreichen der Umlaufbahn inzwischen auf dem Weg zur Internationalen Raumstation, für deren turnusmäßige Belieferung er Treibstoff, Sauerstoff, Wasser, Ersatzteile, wissenschaftliche Geräte, sowie Ausrüstung für die Expedition-24-Langzeitbesatzung an Bord hat. Die Kopplung mit der Orbitalstation soll am Sonntag um 13.58 Uhr MESZ stattfinden.

Die Besatzung hat in Vorbereitung des Manövers bereits das Andocksystem am hinteren Ende des Zvezda-Moduls getestet und die notwendigen Bildübertragungseinrichtungen für die Ankunft des 39. Progress-Schiffs im Rahmen des ISS-Programms konfiguriert. Das Vorgängermodell Progress M-06M hatte den Dockingport am 31. August freigemacht und war sieben Tage später über dem Pazifik zum Verglühen gebracht worden.

Video vom Start :  launchvideo

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The ISS Progress M-07M cargo craft launched from the Baikonur Cosmodrome in Kazakhstan at 6:22 a.m. EDT Friday. The Russian resupply craft is delivering propellant, oxygen, water and spare parts, experiment hardware and other supplies for the Expedition 24 crew members. Docking is scheduled for 7:58 a.m. Sunday to the aft end of the Zvezda service module. NASA TV coverage on Sunday begins at 7:15 a.m.

The station crew tested Zvezda’s docking system and configured television systems to prepare for the arrival of the ISS Progress 39. Its predecessor, the ISS Progress 38 undocked Aug. 31 and was deorbited Sept. 6 for a fiery destruction over the Pacific Ocean.

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source: NASA
photo credit: Roscosmos/ Vesti TV
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EXPEDITION 24 – NEUE PUMPE FÜR DIE INTERNATIONALE RAUMSTATION

Am Montag um 19.40 Uhr MESZ hatten es Doug Wheelock und Tracy Caldwell-Dyson endlich geschafft. Beim letzten von drei aufeinanderfolgenden Reparatureinsätzen konnten sie die Arbeiten zum Austauch einer am 31.Juli ausgefallenen Ammoniakpumpe im Kühlkreislauf A der Internationalen Raumstation erfolgreich abschließen. Während die neue Pumpe von den Beiden außerhalb der schützenden Hülle der Station am S1-Segment der externen Gitterstruktur eingbaut wurde, erhielten sie Unterstützung durch ihre Kollegin Shannon Walker, die von innen den stationseigenen Roboterarm (Canadarm2) bediente.

Das 350 Kilogramm schwere Pumpenmodul war von Wheelock zuerst von einer externen Ersatzteilplattform entfernt worden, während er selbst am Roboterarm „hing“. Anschließend montierte er die Pumpe an ihren neuen Einbauort und sicherte sie mit insgesamt vier Haltebolzen. Als dies geschehen war, konnte Caldwell-Dyson die elektrischen Verbindungen und die Datenkabel am Ersatzbauteil für das ausgefallenen Gerät wieder anschließen.

Die Bodenkontrolle hatte daraufhin die Chance, zu prüfen, in welchem technischen Zustand sich die Pumpe präsentierte und ob sie überhaupt mit elektrischer Energie versorgt wurde. Die erforderlichen Tests verliefen allesamt erfolgreich, so dass man auch die notwendigen Kühlleitungen angeschließen und die obligatorischen Druckprüfungen durchführen konnte. Da auch hierbei keine Probleme auftraten, stand dem Befüllen des Moduls mit dem flüssigen Kühlmittel nichts mehr im Wege.

Der gesamte Außenbordeinsatz dauerte diesmal sieben Stunden und 20 Minuten. Da die Zeit bis zum Ende des Ausstiegs etwas knapp wurde, kam das Außenteam mit der Flugkontrolle überein, auf einen ursprünglichen Tagesordnungspunkt zu verzichten, bei dem eine Kabelverbindung von der Quest-Luftschleuse zum Unity-Modul verlängert werden sollte.

Nach ersten Panungen sollen der wiederbelebte Kühlkreislauf A und die am Montag installierte Pumpe am Dienstag zeitweise abgeschaltet werden, um den Spezialisten am Boden zu erlauben, jene Systeme zu rekonfigurieren, die seit dem Ausfall am 31.Juli vorübergehend durch den Kreislauf B mitgekühlt werden mussten.

Die nunmehr aktive Ersatzpumpe war bereits im Jahre 2006 während der Mission STS-121 an Bord der Raumfähre Discovery zum Orbitalkomplex transportiert worden. Die Missionsspezialisten Piers Sellers und Mike Fossum hatten das Gerät damals bei einem sechs Stunden und 47 Minuten dauernden Außeneinsatz auf jener externen Plattform verstaut, von der sie jetzt von Wheelock demontiert wurde.

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Flight Engineers Doug Wheelock and Tracy Caldwell Dyson completed the third contingency spacewalk to install a spare ammonia pump module on the S1 Truss at 1:40 p.m. EDT Monday. Flight Engineer Shannon Walker assisted the spacewalkers from inside the International Space Station and operated the Canadarm2.

The 780-pound spare pump module was removed from an external stowage platform by Wheelock while working from the Canadarm2. The module was successfully installed on the S1 Truss after Wheelock attached four bolts and Caldwell Dyson mated five electrical connectors.

Ground controllers confirmed the module was in healthy condition when it began receiving power. After a pressure check and more fluid cable connections, the module was filled with ammonia.

Due to time constraints, ground teams and the crew decided not to attach a power cable extension from Quest to a cable on the Unity module.

Wheelock and Caldwell Dyson were outside during the third repair spacewalk for 7 hours, 20 minutes.

Plans call for the revived Loop A of the station’s cooling system to be temporarily powered off on Tuesday and the spare pump to be shut down temporarily to allow flight controllers to reconfigure systems that have been cooled by Loop B since July 31.

The spare ammonia pump installed was delivered aboard space shuttle Discovery and stowed on an external stowage platform in July 2006. STS-121 Mission Specialists Piers Sellers and Mike Fossum performed the transfer work during a 6-hour, 47-minute spacewalk.

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source: NASA
photo/video credit: NASA TV / YouTube
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EXPEDITION 24 – DEFEKTE AMMONIAKPUMPE IM ZWEITEN ANLAUF ENTFERNT

Den Bordingenieuren der Expedition-24-Langzeitbesatzung Doug Wheelock und Tracy Caldwell-Dyson ist es am Mittwoch beim zweiten von nunmehr mindestens drei erforderlichen Außenbordeinsätzen gelungen, eine ausgefallene Pumpe in einem der beiden Kühlkreisläufe der Internationalen Raumstation zu demontieren. Das Bauteil, das sich außerhalb der Station auf der S1-Gitterstruktur befindet, war am 31. July ausgefallen und muss dringend ersetzt werden. Eigentlich sollte die Pumpe bereits beim ersten Ausstieg am vergangenen Samstag ausgebaut werden. Dabei ließ sich jedoch eine der angeschlossenen Kühlmittelleitungen nicht sicher lösen, so dass die Aktion nach einer Reduzierung des Leitungsdruckes im System auf Mittwoch verschoben werden musste.

Diesmal konnte Wheelock den Schnellverschluss eines Absperrventils vor dem letzten Leitungsstück zur Pumpe erfolgreich schließen und anschließend die betreffende Leitung mit einigem Kraftaufwand, einem Spezialwerkzeug und ganz profanem Rütteln endlich lösen. Danach entfernte Caldwell-Dyson die fünf noch verbliebenen Elektro- und Datenkabel, während ihr Kollege die Befestigungsbolzen der alten Pumpe löste. Das defekte Gerätemodul war damit frei und konnte ausgebaut und auf einem Nutzlasthalter des Mobilen Transportsystems der Gitterstruktur verstaut werden.

Nachdem dies geschehen war, bereitete Caldwell-Dyson die Ersatzpumpe bereits auf den Einbau beim nächsten Außeneeinsatz vor. Dieser soll nach aktuellsten Planungen am nächsten Montag stattfinden. Möglicherweise ist sogar ein vierter Ausstieg erforderlich, wenn sich nämlich heraustellen sollte, dass der Ort des Geschehens nach den Aktivitäten noch gereinigt werden muss. Hier stellt vorallem eventuell bei den Reparaturen austretendes Ammoniak das Hauptproblem dar.

Derweil ist das Wissenschaftsteam damit beschäftigt, Experimentalproben zu sichern, die in einem Kühlschrank des japanischen Kibo Moduls gelagert waren. Aufgrund des Ausfalls der Pumpe und des von ihr betriebenen Kühlkreislaufs mussten einige der wärmeerzeugenden Geräte abgeschaltet werden, darunter auch besagter Kühlschrank. Der Besatzung war es jedoch gelungen, alle Proben schnellstens in einen noch funktionierenden Eisschrank zu verlagern, ohne das Verluste entstanden. Glücklicherweise waren auf Grund der Pumpenhaverie, generell keine Schäden an wissenschaftlichen Proben zu verzeichnen.

Da der Gesamtzeitplan der Besatzung durch die zusätzlich eingeschobenen Außenbordaktivitäten etwas durcheinandergeraten ist, müssen die Nutzlastverantwortlichen am Boden, in enger Abstimmung mit der Missionskontrolle, dafür sorgen, dass Aktivitäten mit hoher Priorität kurzfristig gesichert oder umgeplant werden. Andere Arbeiten, die weniger und gar nicht von der Situation beeinflusst sind, können unterdessen problemlos zeitlich verschoben werden.

Der Arbeitseinsatz im All endete für das Reparaturteam am Mittwoch um 21.53 Uhr MESZ nach insgesamt sieben Stunden und 26 Minuten Aufenthalthalt im freien All.

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Expedition 24 Flight Engineers Doug Wheelock and Tracy Caldwell Dyson have completed the second of three spacewalks to remove the failed ammonia coolant Pump Module on the S1 truss of the International Space Station that failed July 31. Their spacewalk ended at 3:53 p.m. EDT Wednesday.

Wheelock successfully closed the quick disconnect valve for the final fluid connector for the failed ammonia pump module. Then he successfully detached the final fluid line from the failed ammonia pump module.

Caldwell Dyson disconnected five electrical and data cables while Wheelock broke torque and removed four bolts from the old pump. The pump module then was extracted from the truss through the use of a grapple bar and installed on a payload bracket on the Mobile Base System on the station’s truss.

With the failed pump module safely stowed on the truss, Caldwell Dyson prepared the spare pump for installation on the next spacewalk targeted for no earlier than Monday. A fourth spacewalk may be required to clean up the work site.

In response to the power reconfiguration steps last weekend, the science team worked quickly to establish a plan to preserve experiment samples in the Japanese Experiment Module freezer. The on-orbit crew was able to transfer all the samples from the freezer in the Kibo laboratory to an operating freezer. No sciences samples were lost due to the pump module anomaly.

While the crew schedule has been interrupted to support the newly added spacewalks, the payload ground teams have been working closely with mission controllers to preserve and re-plan high priority activities. Other activities that can be rescheduled with little or no impact are being postponed to a later date.

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source: NASA
photo credit: NASA TV
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ISS-EXPEDITION 24 – NÄCHSTER REPARATURAUSSTIEG FÜR MITTWOCH GEPLANT

Die Expedition-24-Astronauten Doug Wheelock und Tracy Caldwell-Dyson waren den Dienstag über damit beschäftigt, ihre zweite Außenbordschicht zum Tausch einer defekten Kühlmittelpumpe am S1-Gitterelement der Internationalen Raumstation vorzubereiten. Zwischenzeitlich hatte auch das Missionsmanagement endgültig grünes Licht für den Ausstieg am Mittwoch gegeben.

Um Wheelock und Caldwell-Dyson die ohnehin schon komplizierten Arbeiten etwas zu erleichtern, aktivierte die Bodenkontrolle über Nacht ein Regelventil des Stickstofftanks im betroffenen Kühlkreislauf A, um so den Gesamtdruck im fraglichen Leitungssystem zu reduzieren. Der geringere Druck sollte den Astronauten bei den Arbeiten am Mittwoch helfen, die betreffenden Schnellverbindungsventile am S0/S1-Übergang leichter schließen zu können, damit sich schließlich auch die vierte und letzte Ammoniakkühlleitung von der defekten Pumpe entfernen lässt. Dies war beim ersten Weltraumeinsatz am Samstag nicht endgültig gelungen, da aus der unter Druck stehenden Leitung beim Lösen der Verbindungstelle geringen Mengen Ammoniak ausgetreten waren und man sich entschied, die Leitung zur Sicherheit -vorerst fest montiert- am ausgefallenen Pumpenmodul zu belassen. Der ursprünglich Plan, die Pumpe bereits beim ersten Einsatz zu entfernen und durch eine neue zu ersetzen, musste daher -trotz eines rekordverdächtig langen Aufenthaltes der Astronauten im freien All- fallen gelassen werden.

Das im System hergestellte niedrigere Druckniveau dürfte auch beim späteren Wiederanschluss der Ersatzpumpe von Vorteil sein. Eine Arbeit, die nun bei einen dritten, zusätzlich in den Ablaufplan aufgenommenen Außeneinsatz erledigt werden soll.

Vorher müssen Wheelock und Caldwell-Dyson am Mittwoch jedoch den Kühlmittelfluss im Kreislauf A zur Pumpe unterbinden, dafür die entsprechenden Sperrventile schließen, restliches im System verbliebenes Ammoniak aus dem Pumpenmodul mit einem Spezialwerkzeug entfernen und anschließend die letzte noch verbliebene Ammoniakleitung vom Modul trennen. Nachdem dann auch noch fünf Elektro- und Datenverberbindungskabel und vier Befestigungsbolzen gelöst wurden, kann die Pumpe endgültig entfernt und in einem Nutzlasthalter des Mobilen Transportsystems der ISS verstaut werden. Läuft alles nach Plan, will man das Ersatzbauteil beim dritten, der Reparatur gewidmeten Ausstieg montieren und wieder mit dem Leitungssystem verbinden.

Wheelock und Caldwell-Dyson führten am Dienstag in Vorbereitung der Arbeiten gemeinsam mit den Flugkontrolleuren letzte Überprüfungen des Zeitplans durch und begaben sich bereits kurz vor 22.00 Uhr MESZ  in die Quest-Luftschleuse. Dort verbringen sie die Nacht, um ihren Blutkreislauf über einen längeren Zeitraum hinweg, an das niedrigere Stickstoffniveau der Atemluft in den Raumanzügen adaptieren zu können. Gegen 8.00 Uhr MESZ erfolgt dann das wecken, bevor gegen 13.00 Uhr der eigentliche Einsatz im Weltraum beginnt.

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Expedition 24 Flight Engineers Doug Wheelock and Tracy Caldwell Dyson spent Tuesday completing preparations for their second spacewalk Wednesday out of the Quest airlock to replace the failed ammonia coolant Pump Module on the S1 truss of the complex while the International Space Station Mission Management Team gave its final approval to proceed with the spacewalk.

Overnight, ground controllers activated the Gaseous Pressure Regulator Valve (GPRV) for the Loop A Nitrogen Tank Assembly, lowering the overall pressure in the plumbing for the inactive cooling loop in advance of Wednesday’s spacewalk by Wheelock and Caldwell Dyson. The GPRV’s pressure reduction will assist in the closure of quick disconnect valves at the S0/S1 truss interface Wednesday by Wheelock and Caldwell Dyson as part of the isolation of the line for the removal of the fourth and final fluid line connector holding the failed pump module in place. The lowered pressure will also facilitate the remate of all of the fluid lines once the new pump is installed. That activity is targeted for the third spacewalk no earlier than Sunday.

Once outside on Wednesday, Wheelock and Caldwell Dyson will isolate the Loop A ammonia cooling line upstream from that final connector by closing quick disconnect valves, then will use a tool to vent residual ammonia from the failed Pump Module before the final cooling line is disconnected. That will lead to the disconnection of five electrical and data cables and four bolts from the old pump so it can be extracted from the truss  and parked on a payload bracket on the station’s Mobile Base System. If all goes as planned, the spare pump will be installed during the third spacewalk.

Wheelock and Caldwell Dyson conducted final timeline reviews Tuesday with flight controllers and moved into the Quest airlock just before 4 p.m. EDT to begin their overnight “campout” to reduce the nitrogen in their bloodstreams. They will be awakened at 2 a.m. Wednesday to complete spacewalk preparations and to suit up for their day’s work. The spacewalk is scheduled to begin just before 7 a.m.

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source: NASA
photo credit: NASA / NASA TV
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