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ORBITAL ÜBERARBEITET ZEITPLAN DES TAURUS II- / CYGNUS-PROGRAMMS

Das privat operierende Unternehmen Orbital Sciences hat seinen Zeitplan für die Erstflüge seiner neuen Taurus-II-Trägerrakete und des Raumtransporters Cygnus erneut fortgeschrieben und einige signifikante Änderungen und Ergänzungen im Ablauf vorgenommen. So wurde der Erststart der Taurus II -dem Pendant zur Falcon 9 des Mitbewerbers SpaceX- auf Juni 2011 festgesetzt. Im Gegensatz zu den bisherigen Planungen soll dieser Jungferneinsatz aus Gründen der Risikominimierung jedoch als Testflug ohne Nutzlast für das sogennante COTS-Programm der NASA durchgeführt werden.

Die Aufnahme dieses zusätzlichen Fluges in das Manifest wird jedoch erst durch eine zusätzliche Budget-Anforderung der NASA für ihr kommerzielles Frachttransportprogramm (COTS – Commercial Orbital Transport Service) in einer Größenordnung von 312 Millionen US-Dollar möglich, die den Kongress in Washington erst noch endgültig passieren muss.

Da Orbital`s neuer Mittelklasseträger somit beim Erststart noch kein Cygnus-Raumschiff transportieren wird, kann das Hauptaugenmerk bei diesem Testeinsatz voll und ganz auf die Überprüfung von Konstruktion und Flugeigenschaften der Taurus-II-Rakete gelegt werden.

Der erste reguläre Einsatz im Rahmen von COTS, eine Demonstrationsmission mit einem voll funktionsfähigen Cygnus-Raumfrachter, soll dann erst später im Jahr 2011 stattfinden. Dieser wird dann bereits ein Rendevouzmanöver mit der Internationalen Raumstation ausführen und anschließend sogar an diese angekoppelt werden. Bei diesem Flug befindet sich jedoch noch keine Fracht an Bord, wie dies bei den späteren Transportflügen zur Raumstation, entsprechend einer vertraglicher Vereinbarung zwischen NASA und Orbital, vorgesehen ist. Diese Frachttransportmissionen für das CRS-Programm (Cargo Delivery Service) beginnen nach dem neuen Zeitplan (Bild unten) nunmehr erst 2012.

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Orbital recently updated its development schedule for Taurus II and Cygnus programs, with several notable changes. The company has maintained its schedule to launch the first Taurus II rocket in late June 2011, however the mission will likely be a new risk-reduction test flight, not the first COTS demonstration mission. This new flight on the manifest is made possible by NASA’s budget request to add $312 million in additional funding to the COTS program, which is now making its way through Congress. For the risk reduction test flight, Taurus II will not carry a Cygnus spacecraft, but will be launched to verify the design and flight performance characteristics of Orbital’s new medium class launcher.

As a result of inserting a new flight into the schedule, the original COTS demonstration mission will now be carried out later 2011. In this demonstration mission, a fully functional Cygnus spacecraft will be launched by Taurus II and will rendezvous and berth with the International Space Station, performing the identical operations as a CRS mission, without carrying cargo.

Finally, the updated schedule moves the first operational CRS mission to the beginning of 2012, as reflected in the chart above.

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source: Orbital Sciences
photo credit: Orbital Sciences
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ERSTES CYGNUS RAUMSCHIFF NIMMT FORM AN

Nachdem sich das öffentliche Interesse der Raumfahrtszene in den letzten Wochen hauptsächlich auf die Firma SpaceX und den Erststart ihrer Falcon 9 Rakete konzentrierte, ist es an der Zeit wieder einmal einen Blick auf das zweite, von der amerikanischen Weltraumbehörde NASA mit einem Vertrag für kosmische Frachtlieferungen ausgestattete Unternehmen zu werfen.

Orbital Sciences entwickelt und baut derzeit -analog zu SpaceX- eine neue Trägerrakete und einen Raumfrachter der ab 2011 die Internationale Raumstation beliefern soll. Obwohl die Arbeiten daran bisher größtenteils abseits der öffentlichen Wahrnehmung stattfanden, sind die erzielten Fortschritte durchaus beachtlich.

Das Cygnus Raumschiff  wird, anders als bei SpaceX, aus Komponenten zusammengesetzt, die bei Subunternehmern rund um den Erdball hergestellt werden. So konstruiert und baut beispielsweise die italienische Firma Thales/ Alenia Space denjenigen Teil des Gefährts, der als Frachtraum -mit einer künstlichen Atmosphäre beaufschlagt- auch der Besatzung der ISS zugänglich ist. Das sogenannte PCM (Pressurized Cargo Module)  basiert dabei weitgehend auf der Konstruktion und den Erfahrungswerten der MPLM-Frachtmodule (wie z.B. Leonardo), die bereits während zahlreicher Space Shuttle Missionen immer wieder zur ISS transportiert und dort vorübergehend angedockt wurden.

Das erste Cygnus PCM nimmt derzeit in den Montagehallen von Thales/Alenia in Turin deutliche Formen an. Die in den Fotos abgebildete Konfiguration wird dabei im Frühjahr 2011 beim ersten Demontrationsflug im Rahmen des kommerziellen Frachtprogramms der NASA sozusagen als Testversion eingesetzt. Sie hat eine Ladekapazität von zwei Tonnen und soll auch bei den folgenden beiden Transportmissionen für die ISS eingesetzt werden, bevor dann in den folgenden Einsätzen auf ein Modul mit größerem nutzbaren Volumen gewechselt wird. Dieses soll dann insgesamt 2.7 Tonnen Güter aufnehmen können.

Der kürzlich aktualisierte  Zeitplan von Orbital sieht vor, die erste reguläre Liefermission zur ISS ebenfalls noch 2011 zu starten, während die zweite dann 2012 folgen soll.

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The first Cygnus Pressurized Cargo Module (PCM) is taking shape at the Thales/Alenia Space facility in Turin, Italy. The standard PCM configuration shown in the photos will be utilized in the Commercial Orbital Transportation Services (COTS) demonstration mission slated for Spring 2011. Capable of transporting up to 2,000 kg to the International Space Station, this PCM will serve as the pathfinder for identical modules that will utilized in the first two Cargo Resupply Services (CRS) missions in 2011 and 2012 (see mission manifest for a complete listing).

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source: Orbital Sciences
photo credit: Thales-Alenia Space / Orbital Sciences
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