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TAURUS II – BASISBAUTEIL DER ERSTSTUFE AUSGELIEFERT

Die erste fertiggestellte Grundkörper für die Erststufe der neuen Taurus-II-Rakete des privaten Unternehmens Orbital Sciences wurde am 8. Oktober von der urkrainischen Stadt Dnepropetrovsk aus auf den Weg zu seinem Bestimmungsort Wallops Island (Virginia) in den Vereinigten Staaten gebracht.  Die Basis der Raketenstufe wird nun per Eisenbahn zum Schwarzmeerhafen Oktyabrsk und anschließend per Schiff in Richtung USA transportiert.

Das  Kernelement der Taurus-II-Erststufe wird für Orbital von zwei ukrainischen Kooperationspartnern hergestellt. Dabei zeichnet die Firma Yuzhnoe für die Konstruktion und die Firma Yuzhmash für die Produktion des zylinderförmigen Bauteils verantwortlich. Es enthält zwei Tanks für Flüssigsauerstoff und Kerosin, eine Zwischentankkonstruktion und am unteren Ende eine Struktur an dem die Haupttriebwerke der Stufe ihren Platz finden werden. Die Gesamtlänge des Zylinders beträgt um die 30 Meter, bei einem Durchmesser von fast vier Metern. Unbetankt bringt er mehr als 13 Tonnen auf die Waage.

Vor der Auslieferung musste das Bauteil umfangreiche Tests und Prüfungen bestehen, deren Abnahme von Orbital durchgeführt wurde. Vor der Gesamtmontage der ersten Taurus-II-Rakete wird es in Wallops Island noch weitere Testreihen über sich ergehen lassen müssen, ehe es Mitte nächsten Jahres beim Jungfernflug der Taurus II zum Einsatz kommen kann.

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The first Taurus II stage 1 core vehicle was shipped today (Oct 8, 2010) from Dnepropetrovsk in the Ukraine. It will be transported by rail to the Black Sea port of Oktyabrsk, where it will be transferred to the ship that will carry it to the US and its final destination at NASA’s Wallops Flight Facility, VA. The stage 1 core is supplied to Orbital by two cooperating companies in Ukraine. The design subcontractor is Yuzhnoye and the manufacturing subcontract is Yuzhmash. The stage 1 core vehicle is comprised of a liquid oxygen tank, a kerosene fuel tank, an intertank assembly and an aft bay where the main engine system interfaces with the booster. The stage 1 core vehicle is 90 feet in length and has a diameter of 12.8 feet. It weighs 29,000 pounds when empty with no propellant in the tanks. Prior to shipping, the stage 1 core underwent extensive acceptance testing and a hardware acceptance review conducted by Orbital. The core vehicle will undergo testing at the Wallops Flight Facility in advance of processing for the first Taurus II launch scheduled for the middle of 2011.

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source: Orbital Sciences
photo credit: Orbital Sciences
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COTS C1 DRAGON – FALCON 9 ZWEITER FLUG – EINE VORSCHAU

Seit dem ersten -weitgehend erfolgreich verlaufenem- Testflug einer Falcon-9-Trägerrakete im Juni diesen Jahres ist das privat operierende Raumfahrtunternehmen damit SpaceX beschäftigt, den nächsten Start dieser Raketenfamilie vorzubereiten, bei dem erstmals auch ein voll einsatzfähiges Dragon-Raumschiff ins All geschossen werden soll.

Dieser Flug stellt gleichzeitig die erste Mission dar, die im Rahmen des Commercial Orbital Transportation Services– (COTS-) Programms der amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA abgewickelt wird. COTS wurde ins Leben gerufen, um kommerziellen Unternehmen -wie SpaceX- zu ermöglichen, in Partnerschaft mit der NASA selbständig Raumtransportkapazitäten zu entwickeln und zur Einsatzreife zu bringen.

Die erste derartige Dragon-Mission soll nach derzeitigen Planungen nunmehr wahrscheinlich Anfang November von Cape Canaveral in den Weltraum starten. Dabei wird ein nahezu identisches Flugprofil wie beim ersten Falcon-9-Flug angestrebt, mit dem Unterschied, dass sich das Dragon-Schiff diesmal von der zweiten Stufe der Rakete lösen und anschließend selbständige Flugmanöver im Orbit ausführen soll. Bis zu einer gezielten Wasserung vor der südkalifonischen Pazifikküste wird es dabei -sofern alles glatt läuft- sämtliche für seine spätere Aufgabenstellung als teilweise wiederverwendbares Transportraumschiff erforderlichen Funktionen, wie operative Kommunikation, Navigation, Manövrierfähigkeit und zerstörungsfreien Wiedereintritt demonstrieren. Obwohl Dragon ohne Flügel wie beispielsweise ein Space Shuttle auskommen muss, soll es in der Lage sein, sehr präzise Landungen (innerhalb eines Radius von wenigen hundert Metern seines vorprogrammierten Zielpunktes) durchführen zu können. Die Fluglagekontrolle der Rückkehrkapsel erfolgt dabei mittels computergesteuerten Draco-Schubdüsen, die sich rings um die Basis der Kapsel gruppieren.

Der erste, als Demonstrationsflug ausgewiesene Einsatz soll nur etwa vier Stunden dauern. Zeit genug jedoch, um während mehrerer Erdumrundungen alle Systeme sinnvollenTests zu unterziehen. Abschließend werden die Bremsdüsen gezündet und der kontrollierte Wiedereintritt kann beginnen.

Obwohl die Landungen bei den ersten Missionen noch auf der Meeresoberfläche enden werden, ist längerfristig geplant,die Kapseln weich auf dem Festland heruntergehen zu lassen.

Bereits am 15. September hatte SpaceX einen „feuchten“ Testlauf (Wet Dress Rehersal-WDR) durchgeführt, bei dem die Rakete zur Startrampe gerollt und anschließend betankt worden war. Nach einer vollständigen Countdown-Sequenz -bis unmittelbar vor Zündung der Erststufentriebwerke- wurden die Tanks wieder kontrolliert entleert und das Gefährt in einen sicheren Modus versetzt. Bei dieser Generalprobe testete man erstmals auch Countdown-Schritte und Programmabschnitte unter Realbedingungen, die speziell beim Start von einsatzfähigen Dragon-Raumschiffen erforderlich werden.

Vor der -nach eigenen Angaben- erfolgreichen WDR hatte das Unternehmen die zweite Falcon 9 und das Dragon-Raumschiff im firmeneigenen Montagehangar des Startkomplexes 41 der Cape Canaveral Air Force Station zusammengesetzt. Der Zusammenbau der Falcon-9-Komponenten geht immer horizontal von statten. Dies vereinfacht die Arbeiten und macht hohe und teure Montagehallen und eine komplizierte vertikale und mobile Startkonstruktion entbehrlich.

Das gesamte Gefährt aus Falcon 9 und Dragon wurde auf seinen mobile Transporter verladen und auf einem kurzen Schienenstrang zur Rampe gefahren. Dort erfolgte der Anschluss an sämtliche Versorgungs- und Kommunikationssysteme des Starttisches und das Aufrichten in die vertikale Startposition.

Im Verlauf der nächsten Wochen ist eine zweite Countdown-Generalprobe geplant, die jedoch, wie bereits vor dem Erstflug der Falcon 9, in einer kurzen statischen Zündung der neun Erststufentriebwerke enden soll. Die Rakete wird dabei von speziellen Halteklammern am Abheben gehindert.

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Since the successful inaugural launch of Falcon 9 in June, SpaceX have been busy preparing for the next launch, which includes the first flight of an operational Dragon spacecraft.

This is also the first launch under NASA’s Commercial Orbital Transportation Services (COTS) program. Under COTS, NASA is partnering with commercial companies like SpaceX to develop and demonstrate space transportation capabilities.

The upcoming demonstration mission will launch from Cape Canaveral and should follow a flight plan nearly identical to the first Falcon 9 launch, but this time the Dragon spacecraft will separate from the second stage and will demonstrate operational communications, navigation, maneuvering and reentry. Although it does not have wings like Shuttle, the Dragon spacecraft is controlled throughout reentry by the onboard Draco thrusters which enable the spacecraft to touchdown at a very precise location – ultimately within a few hundred yards of its target.

While Dragon will initially make water landings, over the long term, Dragon will be landing on land. For this first demo flight, Dragon will make multiple orbits of the Earth as we test all of its systems, and will then fire its thrusters to begin reentry, returning to Earth for a Pacific Ocean splashdown off the coast of Southern California. The entire mission should last around four hours.

On September 15th SpaceX completed a successful wet dress rehearsal (WDR) which involved rolling the rocket out to the pad, loading it with propellants, performing a complete launch countdown sequence to just before ignition, and then unloading the propellants and returning the vehicle to a safe state. This latest wet dress rehearsal included new steps and sequences necessary to accommodate the operational Dragon spacecraft.

Prior to the successful WDR, the company completed its first integration of a Falcon 9 and an operational Dragon spacecraft. Falcon 9 and Dragon were integrated horizontally in the hangar. This makes payload processing easier, and also eliminates the large expense of building and maintaining a vertical mobile service tower.

With integration complete, the Falcon 9/Dragon vehicle was transfered to a mobile transporter erector and roll it out of the hangar to the launch pad on standard railroad tracks. There, SpaceX connect the entire system to the launch pad, and rotate it to vertical.

In the coming weeks a static test firing will be conducted, which involves a full countdown leading up to the engines firing as they would for launch, but with the rocket held firmly to the pad.


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source: SpaceX
photo credit: SpaceX / Brian Attiyeh
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DRAGON COTS-DEMO 1 – BETANKUNGSSTEST ABGESCHLOSSEN

Das Unternehmen SpaceX hat seine zweite Falcon-9-Trägerrakete am vergangenen Mittwoch zur Startrampe gerollt, aufgerichtet und anschließend für einen Betankungstest mit Flüssigtreibstoffen befüllt. Dazu wurde die zweistufige Rakete am Nachmittag von der zuständigen Bodenkontrolle der Firma mit Kerosin und Flüssigsauerstoff betankt. Der Test diente gleichzeitig als wichtige Übung der Betankungsprozeduren für die beteiligten Ingenieure und das Gefährt selbst. Wie alle Falcon-9-Operationen fand der Test auf dem Startkomplex 40 der Cape Canaveral Air Force Station statt.

Space X hat das Startgebiet an Floridas Ostküste bei der U.S. Air Force für den 23. Oktober reserviert. Es ist anzunehmen, dass an diesem Tag der zweite Start einer Falcon 9 erfolgen soll. Bei dieser Mission wird erstmals ein voll einsatzfähiges und komplett ausgestattetes Dragon-Raumschiff an der Raketenspitze ins All befördert. Während des Demonstrationseinsatzes soll die Kapsel bis zu drei Erdumkreisungen ausführen und anschließend vor der Küste Kaliforniens im Pazifik wassern.

Entsprechend der Aussagen eines SpaceX-Sprechers ist der der Betankungstest in dieser Woche erfolgreich verlaufen. In Kürze soll eine vollständige Coutdown-Generalprobe folgen, bei der die neun Merlin-Triebwerke der Erststufe testweise wieder kurz gezündet werden sollen. Angaben über genau Zeitpläne für die weiteren Aktivitäten im Zuge der Startvorbereitungen wurden vom Unternehmen bisher nicht gemacht.

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16/sep/2010  by Spaceflight Now / Stephen Clark

SpaceX rolled the second Falcon 9 rocket to its seaside Florida launch pad and pumped propellant into the booster’s fuel tanks Wednesday in a preflight countdown rehearsal. A team of launch controllers powered up the two-stage rocket and filled it with kerosene and liquid oxygen propellants Wednesday afternoon, accomplishing a key exercise of the rocket and SpaceX engineers. The test occurred on pad 40 at Cape Canaveral.

SpaceX has reserved Oct. 23 on the Air Force’s Eastern Range for the Falcon 9 to blast off on its second flight. Its payload is the first functional Dragon capsule, which will make between one and three circuits around Earth and splash down in the Pacific Ocean off the coast of California.

A SpaceX spokesperson said Wednesday’s wet dress rehearsal was successfull. The company plans another practice countdown soon that will culminate in a brief ignition of the Falcon’s nine Merlin first stage engines, but the spokesperson did not respond to questions on its schedule.

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source: SpaceX / Spaceflight Now
photo credit: KSC Livecam
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DM-2 – NASA UND ATK TESTEN FÜNF-SEGMENT-FESTSTOFFTRIEBWERK

Mit ohrenbetäubendem Lärm und einer mächtigen Abgasflamme absolvierten die amerikanische Raumfahrtagentur NASA und das Herstellerunternehmen ATK einen erfolgreichen zweiminütigen Test ihres größten und kraftvollsten je für den Einsatz entwickelten Feststofftriebwerkes. Der aus fünf Segmentbauteilen bestehende Raketenmotor kann zukünftig eventuell im Rahmen eines neuen Schwerlastträgersprogramms zumAnwendung kommen.

Der DM-2 (Development Motor) genannte Erststufenbooster wurde von der Firma ATK entwickelt, die auch für die Feststofftrakten des Shuttle-Programms verantwortlich zeichnet. Er ist das am umfangreichsten mit Messeinrichtungen ausgestattete Feststofftriebwerk der gesamten NASA-Geschichte. Bei dem Testlauf wurden 53 verschiedene Testziele mit insgesamt 760 Instrumenten gemessen.

Vor der statischen Zündung war das Triebwerk auf etwa 4 Grad Celsius heruntergekühlt worden, um beim Test selbst das Verhalten neuer Materialen und des Motors unter Niedrigtemperaturbedingungen prüfen und abschätzen zu können. Erste Ergebnisse zeigen, dass das Triebwerk diesbezügliche Erwartungen erfüllen konnte.

Das neue Fünf-Segment-Triebwerk soll beim Start einen Schub von zirka 1.600 Tonnen entwickeln können. Die Auswertung der gewonnenen Daten dieses und eines ersten Tests aus dem letzten Jahr wird den verantwortlichen Entwicklern ein genaueres Bild der Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit des Raketenmotors liefern.

Obwohl ähnlich konstruierte Triebwerke bereits seit Jahren eingesetzt werden, die U.S.-Shuttle-Flotte ins All zu befördern, beinhaltet die Konstruktion des Fünf-Segment-Motors eine Vielzahl an technischen Verbesserungen und technologischen Weiterentwicklungen der NASA- und ATK-Konstrukteure. Die wichtigsten Neuerungen betreffen dabei das zusätzliche fünfte Treibstoffsegment, einen größeren Querschnitt der Antriebsdüse, sowie neuartige Dämm- und Ummantelungsmaterialien.

Die verwendeten Segmenthüllen können auf eine dreißigjährige Einsatzzeit innerhalb des Shuttle-Programms zurückblicken. Bei diesem Test kamen Elemente zum Einsatz, die bereits insgesamt 59 Space Shuttle Missionen ihre Zuverlässigkeit bewiesen hatten.

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With a loud roar and mighty column of flame, NASA and ATK Aerospace Systems successfully completed a two-minute, full-scale test of the largest and most powerful solid rocket motor designed for flight. The motor is potentially transferable to future heavy-lift launch vehicle designs.

The stationary firing of the first-stage development solid rocket motor, dubbed DM-2, was conducted by ATK, a division of Alliant Techsystems of Brigham City, Utah. DM-2 is the most heavily instrumented solid rocket motor in NASA history, with a total of 53 test objectives measured through more than 760 instruments.

Prior to the static test, the solid rocket motor was cooled to 40 degrees Fahrenheit to verify the performance of new materials and assess motor performance at low temperatures during the full-duration test. Initial test data showed the motor performance met all expectations.

The first-stage solid rocket motor is designed to generate up to 3.6-million pounds of thrust at launch. Information collected from this test, together with data from the first development motor test last year, will be evaluated to better understand the performance and reliability of the design.

Although similar to the solid rocket boosters that help power the space shuttle to orbit, the five-segment development motor includes several upgrades and technology improvements implemented by NASA and ATK engineers. Motor upgrades from a shuttle booster include the addition of a fifth segment, a larger nozzle throat, and upgraded insulation and liner. The motor cases are flight-proven hardware used on shuttle launches for more than three decades. The cases used in this ground test have collectively launched 59 previous missions.

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source: NASA
photo/video credit: NASA
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SPACEX – ERSTER DRAGON DROP TEST ERFOLGREICH

BILDER VOM TEST  –  IMAGES OF THE TEST

Das privatwirtschaftlich operierende Raumfahrtunternehmen SpaceX hat bekannt gegeben, dass sein neu entwickeltes Dragon Raumschiff einen Fallschirmabwurftest (Drop Test) aus großer Höhe erfolgreich absoviert hat. Sämtliche Testziele seien dabei erreicht wurden. Mit dem Versuch wurde im Vorfeld des Erstfluges gleichzeitig eine ganze Serie von Prüfungen der Falsschirmsysteme und der Bergungsoperationen abgeschlossen.

Am 12. August hatte ein Erikson s-64F Kranhubschrauber ein Testmodell des Dragon Raumschiffs in einer Höhe von 14.000 ft. etwa neun Meilen vor der Küste von Morro Bay in Kalifornien ( ca.4.3 Kilometer) ausgeklingt. In einer ganzen Abfolge von technischen Vorgängen öffneten sich zuerst zwei redundant ausgelegte Bremsfallschirme, die die Kapsel stabilisierten und deren Fallgeschwindigkeit langsam verringerten. Anschließend entfalteten sich die drei Hauptschirme mit einem Durchmesser von jeweils 35 Metern. Diese hatten die Aufgabe, die Dragon-Testeinheit bis zur perfekten Landung im Meer kontinuierlich weiter abzubremsen. Bergungsschiffe bargen schließlich die Landekapsel und ihre Fallscirme und transportierten sie wohlbehalten wieder zur Küste zurück.

Obwohl Dragon bei den ersten Flügen lediglich als Transportraumschiff in unbemannten Missionen zur Internationalen Raumstation eingesetzt wird, diente der Test auch der generellen Überprüfung des Fallschirmsystems für später geplante bemannte Flüge, da dabei Schirme exakt der gleichen Machart und Konstruktion zum Einsatz kommen sollen.

„Dragon bereits von Beginn an für die strengen Standards für bemannte Einsätze auszulegen, stellt sicher, dass Test wie dieser, die höchste Qualität und Zuverlässigkeit des Raumschiffs gewährleisten.“, sagte SpaceX-Chef Elon Musk. “ Wir  arbeiten jeden Tag daran, dass sich zukünftige amerikanische Raumfahrtmissionen auf kommerziell arbeitende amerikanische Unternehmen verlassen können.“, fügte er mit einigem Pathos hinzu.

Die beiden primären Bremsfallschirme gewährleisten eine gleichmäßige Reduzierung der Geschwindigkeit, wie sie auch für zukünftige bemannte Einsätze erforderlich sein wird. Die drei übergroßen Hauptschirme verlangsamen den Fall der Kapsel dann bis auf  zirka 5 Meter pro Sekunde. Sie bürgen damit für eine sichere und komfortable Landung des Raumschiffs. Unter normalen Bedingungen sind Astronauten bei dieser Art von Landungen Beschleunigungswerten von 2 bis 3 G ausgesetzt. Das ist weniger als die Nutzer von diversen Fahrgeschäften in Vergnügungsparks erfahren. Die gewählte Konfiguration stellt überdies sicher, dass selbst wenn einer der drei Fallschirme ausfallen sollte, die Kapsel noch sicher landen kann.

Chris Thompson, bei SpaceX für strukturelle konstruktive Fragen zuständig, wies darauf hin, dass die bei dem Test gewonnenen Daten, bei den Vorbereitungen zum Junfernflugflug des ersten voll einsatzfähgigen Dragon-Raumschiffs von unschätzbarem Wert sind.

SpaceX hatte seine neue Falcon-9-Trägerrakete im Juni diesen Jahre erstmals erfolgreich ins All geschossen. Dabei war noch eine weitgehend inaktive Dragon-Atrappe an der Raketenspitze montiert. Im nächsten Schritt der Testphase soll dann jedoch, noch im Verlaufe des Jahres, bereits das erste operative Einsatzmodell des Raumschiffs mit einer Falcon 9 in eine niedrige Erdumlaufbahn befördert werden. Die Mission wird gleichzeitig als erster Demonstrationsflug im Rahmen des kommerziellen orbitalen Transportprogramms der NASA (COTS) abgewickelt. 2006 ins Leben gerufen, hat das Programm zum Ziel, private Unternehmen bei der Entwicklung kommerzieller Raumtransportsysteme zu fördern.

SpaceX war mit seiner Kombination aus Falcon 9 und Dragon von der NASA beauftragt worden, Frachtgüter zur Internationalen Raumstation zu transportieren, ein Service, der 2011 starten soll. Dragon ist mit seiner Fähigkeit zur gezielten weichen Landung als einzieger kommerzieller Anbiter zusätzlich in der Lage, bis zu 2.5 Tonnen Ladung von der Station zur Erde zurück zu bringen. Ein Faktor, der nach dem geplanten Einmotten der Shuttle-Flotte im nächsten Jahr, von nicht unerheblicher Bedeutung ist.

Die eigentliche Landung einer Dragon-Kapsel ist ein weitaus präziserer Vorgang, als dies bei dem jetzigen Abwurftest zu beobachten war. Steuerdüsen von SpaceX-eigenem Typ Draco werden das Schiff beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre so exakt steuern, dass zielgenaue Landungen innerhalb eines Radius von weniger als einer Meile möglich sein sollen. Als einziger Einflussfaktor ist dabei der Wind von Bedeutung, der die Kapsel von ihrem eigentlichen Kurs abdriften lassen kann. Landungen unter Bedingungen bei Windstille können nach Firmenangaben demnach sogar noch exakter ausgeführt werden. Wenn einst die Wirksamkeit der Systeme zum kontrollierten Wiedereintritt in Einsätzen hinreichend sichergestellt ist, plant SpaceX sogar Landungen auf festen Boden mit Bremstriebwerken und ausfahrbahren Landebeinen.

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Today SpaceX (Space Exploration Technologies) announced their Dragon spacecraft has successfully completed a high altitude drop test – meeting 100% of test objectives.  This is the last in a series of tests to validate parachute deployment systems and recovery operations before the craft’s first launch.

During the August 12th test, an Erikson S-64F Air-Crane helicopter dropped a test article of the Dragon spacecraft from a height of 14,000 feet, roughly nine miles off the coast of Morro Bay, California.  In a carefully timed sequence of events, dual redundant drogue parachutes deployed first to stabilize and gently slow the craft before three main parachutes, 116 feet in diameter, further slowed the craft to a picture perfect landing.  From there, recovery ships successfully returned the Dragon and parachutes to shore.

While Dragon will initially be used to transport cargo, the spacecraft was designed to transport crew and the parachute system validated during the test is the same system that would be used on a crew-carrying Dragon.

“By holding the Dragon to stringent standards for manned missions from the start, tests like this will ensure the highest quality and reliability for Dragon over the long term,” said Elon Musk, SpaceX CEO and CTO.  “We are proving, every day, that the future of American missions to space will rely on American made commercial companies.”

The two drogue parachutes create a more gradual reduction in speed, important for future manned missions, while the three oversized parachutes are important to ensuring a safe and comfortable landing, slowing the spacecraft’s decent to approximately 16-18 feet per second.  Under nominal conditions, astronauts would experience no more than roughly 2-3 g’s during this type of decent—less than you’d experience at an amusement park.  And with three main parachutes, even if Dragon were to lose one, crew would still land safely.

“Data gathered during the drop test will be invaluable as we prepare for the upcoming demonstration flight of the first operational Dragon spacecraft,” said Chris Thompson, SpaceX VP of Structures.

In June 2010, SpaceX successfully launched a Falcon 9 rocket carrying a Dragon spacecraft test article.  Later this year, SpaceX will take the next step in testing, delivering an operational Dragon to low earth orbit atop a Falcon 9.  This is the first demonstration flight under its inclusion in NASA’s Commercial Orbital Transportation Services (COTS) program, established in 2006 to encourage private companies to develop commercial space transport capabilities.

SpaceX’s Dragon spacecraft and its Falcon 9 launch vehicle have been selected by NASA to deliver supplies to and from the International Space Station starting in 2011.  The Dragon spacecraft can return as much as 2,500 kilograms (5,510 lbs) of cargo from the space station back to Earth, a service not offered by any other commercial cargo supply system.

Landing of an operational Dragon is a far more precise operation than seen in the drop test.  Draco thrusters fired during reentry will ensure Dragon lands less than a mile from the targeted site.  The dispersion is due only to wind pushing Dragon’s parachutes—in low winds Dragon’s landing accuracy will be within a few hundred feet.  Once the ability to accurately control reentry is proven, SpaceX plans to add deployable landing gear and use thrusters to safely land Dragon on land.

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source: SpaceX
photo credit: Chris Thompson / SpaceX
video source: SpaceX
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ORBITAL ÜBERARBEITET ZEITPLAN DES TAURUS II- / CYGNUS-PROGRAMMS

Das privat operierende Unternehmen Orbital Sciences hat seinen Zeitplan für die Erstflüge seiner neuen Taurus-II-Trägerrakete und des Raumtransporters Cygnus erneut fortgeschrieben und einige signifikante Änderungen und Ergänzungen im Ablauf vorgenommen. So wurde der Erststart der Taurus II -dem Pendant zur Falcon 9 des Mitbewerbers SpaceX- auf Juni 2011 festgesetzt. Im Gegensatz zu den bisherigen Planungen soll dieser Jungferneinsatz aus Gründen der Risikominimierung jedoch als Testflug ohne Nutzlast für das sogennante COTS-Programm der NASA durchgeführt werden.

Die Aufnahme dieses zusätzlichen Fluges in das Manifest wird jedoch erst durch eine zusätzliche Budget-Anforderung der NASA für ihr kommerzielles Frachttransportprogramm (COTS – Commercial Orbital Transport Service) in einer Größenordnung von 312 Millionen US-Dollar möglich, die den Kongress in Washington erst noch endgültig passieren muss.

Da Orbital`s neuer Mittelklasseträger somit beim Erststart noch kein Cygnus-Raumschiff transportieren wird, kann das Hauptaugenmerk bei diesem Testeinsatz voll und ganz auf die Überprüfung von Konstruktion und Flugeigenschaften der Taurus-II-Rakete gelegt werden.

Der erste reguläre Einsatz im Rahmen von COTS, eine Demonstrationsmission mit einem voll funktionsfähigen Cygnus-Raumfrachter, soll dann erst später im Jahr 2011 stattfinden. Dieser wird dann bereits ein Rendevouzmanöver mit der Internationalen Raumstation ausführen und anschließend sogar an diese angekoppelt werden. Bei diesem Flug befindet sich jedoch noch keine Fracht an Bord, wie dies bei den späteren Transportflügen zur Raumstation, entsprechend einer vertraglicher Vereinbarung zwischen NASA und Orbital, vorgesehen ist. Diese Frachttransportmissionen für das CRS-Programm (Cargo Delivery Service) beginnen nach dem neuen Zeitplan (Bild unten) nunmehr erst 2012.

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Orbital recently updated its development schedule for Taurus II and Cygnus programs, with several notable changes. The company has maintained its schedule to launch the first Taurus II rocket in late June 2011, however the mission will likely be a new risk-reduction test flight, not the first COTS demonstration mission. This new flight on the manifest is made possible by NASA’s budget request to add $312 million in additional funding to the COTS program, which is now making its way through Congress. For the risk reduction test flight, Taurus II will not carry a Cygnus spacecraft, but will be launched to verify the design and flight performance characteristics of Orbital’s new medium class launcher.

As a result of inserting a new flight into the schedule, the original COTS demonstration mission will now be carried out later 2011. In this demonstration mission, a fully functional Cygnus spacecraft will be launched by Taurus II and will rendezvous and berth with the International Space Station, performing the identical operations as a CRS mission, without carrying cargo.

Finally, the updated schedule moves the first operational CRS mission to the beginning of 2012, as reflected in the chart above.

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source: Orbital Sciences
photo credit: Orbital Sciences
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CST-100 – BOEING STELLT NEUES RAUMSCHIFF IN FARNBOROUGH VOR

Bei einer am Montag im Rahmen der Farnborough Airshow 2010 abgehaltenen Pressekonferenz hat die Firma Boeing Entwürfe für ihre neue Raumkapsel CST-100 vorgestellt. Die Präsentation erfolgte gemeinsam mit dem privaten Weltraumunternehmen Bigelow Aerospace, dass derzeit an einer eigenen Raumstation auf der Basis von aufblasbaren Modulen arbeitet.

Die Entwicklung des CST-100 Raumschiffs erfolgt bei Boeing auf Basis eines 18 Millionen Dollar umfassenden Budgets, das von der NASA im Rahmen des CCDev-Programms für den Aufbau eines kommerziell entwickelten Crew-Transportsystems zur Verfügung gestellt wird. Dieses Programms dient in erster Linie als Anschub für die Bereitstellung von Kapazitäten, die nach Außerdienststellung der Shuttle-Flotte sicherstellen sollen, dass amerikanische Astronauten von privaten Anbietern zur Internationalen Raumstation befördert werden können.

Gleichzeitig plant Boeing aber auch, die CST-100-Kapsel für bemannte Flüge zum Bigelow Aerospace Orbital Space Complex (Video) einzusetzen, einer Raumstation, die insbesondere auf Belange der privaten und touristisch orientierten Raumfahrt ausgerichtet ist.

CST-100 wird größer sein als die früheren Apollo-Kapseln. Obwohl bis zu sieben Raumfahrer transportiert werden können, wird das Raumschiff jedoch kleiner ausfallen als die, für das eingestellte Constallation-Mondprogramm vorgesehene Orion-Kapsel der NASA. Bei der Nutzung von Trägerrakten ist größtmögliche Flexibilität angedacht, so dass verschiedene Startysteme, wie Atlas, Delta oder Falcon 9, zum Einsatz kommen können. Die Arbeitsbezeichnung CST-100  ergibt sich aus der Wortfolge Crew Space Transportation und der Zahl 100, die sich an der Orbithöhe von 100 Kilometern orientiert, einem unteren Richtwert für niedrige Erdumlaufbahnen.

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Boeing released artist’s renderings of its Crew Space Transportation (CST)-100 spacecraft during a media briefing with Bigelow Aerospace today at the Farnborough Airshow.

Boeing is maturing the design of its CST-100 spacecraft under an $18 million Commercial Crew Development (CCDev) Space Act Agreement with NASA. The CST-100 can carry a crew of seven and is designed to support the International Space Station and the Bigelow Aerospace Orbital Space Complex (as shown in the video).

The CST-100 will be bigger than Apollo but smaller than Orion, and be able to launch on a variety of different rockets, including Atlas, Delta and Falcon. It will use a simple systems architecture and existing, proven components. The „100“ in CST-100 refers to the 100 kilometers from the ground to low Earth orbit.

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source: Boeing
photo credit: Boeing images
video source: Boeing / YouTube
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