STS-133 DISCOVERY // TANKTEST AM FREITAG

Seit Freitag, 13.00 Uhr MEZ findet auf der Startrampe 39A des Kennedy Raumfahrtzentrums (KSC) in Florida ein Betankungstest für die Mission STS-133 statt. Im Verlauf eines modifizierten Countdowns soll so geprüft werden, ob die im November vorgenommen Reparaturen am externen Treibstofftank der Raumfähre Discovery letztendlich erfolgreich waren. Die Arbeiten zum Austausch verschiedener Komponenten waren notwendig geworden, da beim letzten Startversuch Undichtigkeiten im Bereich von Anschlussleitungen festgestellt worden waren. Gleichzeitig hatten sich an Verstärkungsrippen der Intertanksektion Rissbildungen gezeigt, die ebenfalls repariert wurden.

Nach dem Abschluss des heutigen Tests ist geplant, die gesamte Startkonfiguration der Discovery wieder in das Vehicle Assembly Buildung (VAB) -dem zentralen Endmontagegebäude für die Raumfähren- zurückzurollen, damit speziell im Bereich der betroffenen Leichtmetallrippen intensivere Untersuchung durchführt werden können. Damit soll insbesondere festgestellt werden, ob während des Betankens weitere Risse aufgetreten sind und sollte dies tatsächlich der Fall sein, welche Reparaturmöglichkeiten bestehen.

Die Countdownuhren werden bis T-31 Sekunden laufen. Danach wird der Versuch beendet und die superkalten Flüssigtreibstoffe wieder abgelassen. Durch die beim Betanken auftretenden enormen Temperaturunterschiede an der Hüllkonstruktion des Tanks werden die beim Bau verwendeten Materialen besonders hohen Belastungen ausgesetzt. Damit deren Verhalten gründlich analysiert werden kann, hatten Techniker in den letzten Tagen 89 zusätzliche Temperatur- und Beanspruchungsensoren an der Außenseite des Tanks angebracht und hunderte Meter Datenabel verlegt. Insgesamt erwartet man, während des Versuchs eine Datenmenge von sechs Terabyte zu gewinnen.

Die Dauer der anschließend erforderlichen umfangreichen Auswertungen lassen einen Start der Discovery nicht vor Februar 2011 zu. Ursprünglich sollte der Shuttle bereits am 1. November abheben. Bei den anschließenden Startversuchen traten dann die jetztigen Probleme auf, so dass unter den bestehenden Sicherheitsaspekten der Flug zur Internationalen Raumstation erst einmal verschoben werden musste.

Die Mission STS-133 wird leichzeitig der letzte Einsatz der Discovery und nach bisherigen Planung auch der vorletzte Flug des gesamten Shuttle-Programms sein.

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source: NASA // raumfahrt.zeitung
photo credit: NASA TV
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www.raumfahrtzeitung.de
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